Friedrichshafen

Im August 2009 lag eine stabile Hochdruckzone über Deutschland und ich überlegte mir, wie ich diese für einen mehrtägigen Flug über Deutschland nutzen kann.

Nachdem ich 2008 mit dem Flug nach Günzburg/Legoland meine Jungs begeistern konnte, mußte diesmal der „Ravensburger Spielepark“ als Ausflugsziel herhalten. Für mich als Pilot war der Flughafen das entscheidende Kriterium:  Es sollte ein etwas größerer, kontrollierter Platz sein und die Umgebung sollte etwas besonders darstellen.

Also checkte ich am Nachmittag des 18.08.2009 unsere Vereins-Robin (eine DR-400/180) besonders gründlich, füllte  Tank und Zusatztank randvoll und um 14:20 UTC waren meine Frau, meine beiden Jungs und ich auf dem Weg Richtung Süden. Bisher hatten Tobias und Philipp noch keinen Flug gemacht, der länger als eine Stunde dauerte, daher hatte ich auf dem Hinweg eine Zwischenlandung in Nördlingen eingeplant, wo wir 50 Minuten später landeten. Wir legten eine kleine Kaffee- und Pinkelpause ein, tankten das Flugzeug wieder voll (damit wir in EDNY für den Rückflug nicht tanken mussten) und hoben um 15:53 wieder ab.  ATIS Friedrichshafen meldete „Runway in use 24“ und mir wurde der Einflug in die Kontrollzone über „November“ genehmigt.

Aufgrund anfliegendem Verkehrs mußten wir noch eine Runde im „Holding“ drehen, erhielten dann aber umgehend unser „D-EZEL – cleared to land Runway 24“.  Während ich ins Endteil drehte, startete gerade der Zeppelin was dem wunderschönen Anflug noch das „Sahnehäubchen aufsetze“.

Wir verließen die Piste über Rollweg „Echo“ und erhielten einen Abstellplatz auf „Vorfeld 3″ zugewiesen.  Ein“Follow-me-Car“ wartete schon und fuhr uns mitsamt unseres Gepäcks zum GAT.

Von dort nahmen wir dann ein Taxi zum „Hotel Jägerhaus“ in Meckebeuren, wo wir uns für 2 Nächte eingemietet hatten. Das Hotel kann ich nur jedem empfehlen, der in den „Ravensburger Spielepark“ möchte.

Der Samstag war dann vollständig dem Besuch des Parkes gewidmet und am Abend sanken wir alle 4 todmüde in unsere Betten.

Am Sonntag ging es dann nach Frühstück und erfolgter Flugplanung wieder zum Flughafen. ‚War schon ein besonders Erlebnis vor betreten des eigenen Flugzeuges den kompletten Sicherheits-check durchlaufen zu müssen, um dann – zusammen mit den Linien-Fluggästen – am Gate auf unser „Follow-me-Car“ zu warten.

Während wir unsere „Remo“ beluden, starteten 2 Linienmaschinen und der Zeppelin; wir selbst erhielten dann um 8:55 die Rollerlaubnis und waren wenige Minuten später „airborn“. Der Abflug Richtung Bodensee über „Sierra“ im Morgendunst mit Blick auf das Alpenpanorama war unvergesslich schön.

Kurz darauf hieß es „cleared to leave frequency; call München Information on 126.95“ und wir waren unterwegs auf direktem Weg zum VOR Bayreuth. Leider bekam der etwas längere Flug unserem älteren Sohn nicht so gut und ich war froh, noch einige „Carhay Pacific Air Sickness Bags“ an Bord zu haben. Seitdem sind wir immer mit „Superpep-Kaugummis“ bewaffnet, wenn es für mehr als eine Stunde in die Luft geht.

Nach knappen 100 Minuten landeten wir dann wieder auf unserem Heimatflugplatz Zell-Haidberg; vollgepackt mit vielen neuen Eindrücken und tollen Erlebnissen.

This entry was posted on Dienstag, August 25th, 2009 at 15:18 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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